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Gedächtnis

Mit Vergesslichkeit schützt sich das Hirn vor Überlastung. Doch wann wird das Vergessen krankhaft und weist auf eine Demenz hin? Mit Vergesslichkeit verbinden viele Menschen die Diagnose Demenz. Doch nicht jeder, der vergesslich ist, hat eine Demenz. Vergesslichkeit gehört zum Leben, auch bei jüngeren Menschen. Sie ist ein notwendiger Mechanismus des Gehirns, um sich vor einer Überforderung zu schützen. Die heutige Wissenschaft geht von drei Modellen des Gedächtnisses aus: dem Ultrakurzzeitgedächtnis, dem Kurzzeitgedächtnis und dem Langzeitgedächtnis. Am Anfang steht das Ultrakurzzeitgedächtnis. Dort wird jede über die Sinne eintreffende neue Information für maximal zwei Sekunden abgespeichert. Das ermöglicht uns zum Beispiel, einen Schritt vor den anderen zu setzen – weil wir den Schritt zuvor erinnern können und damit den Untergrund unter unseren Füssen.

Etwas länger, aber ebenfalls zeitlich begrenzt (bis zu 20 Minuten) speichert das Kurzzeitgedächtnis Informationen ab. Das ermöglicht uns komplexere Tätigkeiten, zum Beispiel den Einkauf im Supermarkt oder die Konversation mit einem Unbekannten. Erst wenn die Information als wichtig bewertet wird, wandert sie ins Langzeitgedächtnis. Passiert das nicht, verblasst sie allmählich: Das Vergessen beginnt. Wer ab und zu etwas vergisst, muss sich erst einmal keine Sorgen machen. Ebenfalls normal ist ein Verlust der Gedächtnisleistung im Alter. Mit den Jahren verlangsamen sich auch die Prozesse, mit deren Hilfe das Gehirn neue Sinnesimpulse speichert. Die beteiligten Gehirnzellen übertragen die Informationen dann langsamer, die Merkfähigkeit lässt nach. All das ist zunächst kein Hinweis auf eine Demenz. Häufen sich jedoch solche Erinnerungslücken, kann dies auf eine verminderte Gedächtnisleistung hindeuten, die über die «harmlose» Vergesslichkeit hinausgeht. Veränderungen in der Gedächtnisleistung, die auch für Dritte bemerkbar sind und länger als ein halbes Jahr anhalten, sind Alarmzeichen und gehören ärztlich abgeklärt. © demenzworld

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