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Beim Sterben begleiten. Mit Johanna Klug

Sterben und Tod gehören zu den Themen, die den allermeisten Menschen schwerfallen, gerade auch, wenn ein Mensch nach und nach durch eine Demenz von uns geht. In dieser Episode von „Leben. Lieben. Pflegen.“ spricht Peggy mit der Sterbe- und Trauerbegleiterin Johanna Klug.

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Johanna sagt: “Für mich ist der Tod ein Lebensthema.” Deshalb gibt es für sie auch keinen „richtigen“ Zeitpunkt, um sich mit dem Sterben zu beschäftigen, man kann gar nicht früh genug damit anfangen. Wie selbstverständlich das sein kann, zeigt eine kleine Geschichte aus dieser Folge: Gemeinsam mit zwei kleinen Mädchen beerdigt Johanna einen toten Maulwurf. Die Ältere hält eine Grabrede und sagt strahlend: „Lieber Maulwurf, das Leben ist schön.“

Johanna erzählt von ihren Begegnungen im Altenheim, auf der Palliativstation und im Hospiz, von der Gleichzeitigkeit von Schönem und Schwerem – und davon, wie viel wir von Menschen mit Demenz, von Sterbenden und von Kindern lernen können.

Es lohnt, sich über Tod und Sterben zu sprechen, ist Johanna überzeugt. “Es geht ja auch nicht nur um mein Leben, sondern es geht auch um das von den An- und Zugehörigen”, sagt Johanna. “Am Ende des Tages ist es eine ganz schöne Ego-Nummer, wenn man sagt: ‘Nee, ich möchte mich damit nicht auseinandersetzen, weil ich kann das nicht so gut.’ Ja, aber es geht nicht immer nur um dich. Du bist ja dann weg, also kann dir egal sein, aber die, die bleiben, die müssen sich in unserem System hier halt dann darum kümmern. Neben all der Trauer.” Wie man ins Gespräch kommt, dazu hat Johanna Tipps.

Johanna arbeitet seit vielen Jahren auf der Palliativstation und begleitet sterbende Menschen. Im Gespräch teilt sie ihre Erfahrungen und erzählt davon, was Angehörige oder Freunde man am Sterbebett tun können: da sein, vorlesen, vorsingen, die Lippen befeuchten – und reden, denn nach Johannas Erfahrung hören Sterbende oft noch, was um sie herum gesagt wird.

Sie sprechen auch darüber, wie man mit Sätzen umgeht, wenn eine Person sagt “Ich will nicht. mehr”. Oft stecke dahinter ein Hilferuf, Einsamkeit oder das Gefühl, eine Last zu sein. Was Johanna Angehörigen mitgibt: sich austauschen, Hilfe holen: Man muss das nicht allein schaffen.

Hören Sie gerne hinein in diese Folge und leiten Sie sie an Interessierte und andere Angehörige weiter!

Redaktion und Host: Peggy Elfmann

Technik und Produktion: Till Wollenweber

Für Kommentare, Themenideen und Kooperationsanfragen, schreiben Sie gerne an: podcast@desideria.org

Mehr von Johanna Klug finden Sie hier: https://johanna-klug.de/  sowie ihr Podcast “KLUG und TOD” https://www.youtube.com/@KLUGUNDTOD

Sponsoren/Partner

Die Produktion dieser Folge wird finanziell unterstützt vom Rotary Club München Hofgarten. Ganz herzlichen Dank!

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