Starke Resonanz beim Neujahrsempfang der Universitätsmedizin Essen
Demenz bewegt – und zwar weit mehr Menschen, als oft angenommen. Das zeigte eindrucksvoll der Neujahrsempfang der Universitätsmedizin Essen, der Stiftung Universitätsmedizin und der Medizinischen Fakultät Duisburg-Essen, an dem auch Desideria-Gründerin Désirée von Bohlen und Halbach teilnahm und die Stimme der Angehörigen auf dem Podium vertrat. Rund 400 Gäste waren vor Ort – so viele, dass sogar zusätzliche Räume für die Übertragung geöffnet wurden.
Experten diskutieren Herausforderungen und Chancen
Im Mittelpunkt des Abends stand eine der größten medizinischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit: Demenz. Nach einer wissenschaftlich fundierten und zugleich gut verständlichen Einführung in die Entstehung von Demenzerkrankungen folgte eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Ist Demenz Schicksal?“. Auf dem Podium diskutierten unter anderem Prof. Dr. Christoph Kleinschnitz (Direktor der Klinik für Neurologie, Universitätsmedizin Essen), Andrea Schmidt-Rumposch (Pflegedirektorin und Vorstandsmitglied der UME), Désirée von Bohlen und Halbach, Vorsitzende von Desideria Care e. V., sowie Willy Glatki, der als Betroffener von seinen persönlichen Erfahrungen berichtete.
Demenz von verschiedenen Seiten betrachtet
Für Désirée von Bohlen und Halbach war die Resonanz ein starkes Signal: „Es hat sich gezeigt, wie groß das Interesse an dem Thema Demenz ist – und wie wichtig es ist, damit sichtbar in die Öffentlichkeit zu gehen.“ Besonders positiv hob sie die Vielschichtigkeit der Veranstaltung hervor: „Ich finde es sehr wertvoll, wenn Demenz so breit betrachtet wird – von medizinischen Aspekten über Prävention bis hin zur Pflege und der Situation pflegender Angehöriger. So findet jede und jeder einen Zugang zu diesem Thema.“
Die Perspektive der Angehörigen mitdenken
Gerade die Perspektive der Angehörigen rückte im Verlauf der Diskussion deutlich in den Fokus – ein zentrales Anliegen von Desideria: „Pflegende Angehörige waren spürbar ein wichtiges Thema auf dem Podium. Diese Aufmerksamkeit brauchen sie, denn sie tragen einen enormen Teil der Verantwortung und werden gesellschaftlich noch viel zu wenig gesehen.“
In der Mitte der Gesellschaft
Neben wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Prävention und neuen Therapieansätzen wurde vor allem eines deutlich: Demenz ist kein Randthema. Sie betrifft uns alle. Der offene Austausch, die persönlichen Begegnungen und die vielen Gespräche im Anschluss an die Veranstaltung machen Mut, das Thema weiter in die Mitte der Gesellschaft zu tragen.
Den vollständigen Mittschnitt der Veranstaltung mit den Vorträgen der Expertinnen und Experten sowie der interessanten Podiumsdiskussion gibt es auch zum Anschauen auf YouTube:
Video zur Veranstaltung
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