Musik verbindet: 800 Münchner singen gemeinsam in der Isarphilharmonie
Singen für die Seele, für Gemeinschaft und Lebensfreude: Unter diesem Motto erlebten 800 Besucherinnen und Besucher ein besonderes Mitsing-Konzert in der Münchner Isarphilharmonie. Die Veranstaltung „Ein Paukenschlag für Musik im Kopf“ wurde von der Josef und Luise Kraft-Stiftung in Kooperation mit Desideria Care e. V. und Münchner für Münchner e. V. umgesetzt. Gerade für ältere Menschen und Menschen mit Demenz, die häufig von Einsamkeit betroffen sind, schuf sie Raum für Teilhabe und gemeinsames Erleben.
Ein Nachmittag voller Mitmachmomente und musikalischer Highlights
„Lasst uns heute der größte Chor Münchens werden“, stimmte Sarah Straub die Besucher gleich zu Beginn ein. Im Moderations-Duo mit Dominik Glöbl führten die beiden Musiker durch das Programm und animierten das gut gelaunte Publikum zum Mitmachen. Unter den Gästen waren Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Demenz sowie ihre Familien, die die offene Atmosphäre sichtlich genossen, freudig zu böhmischer Blasmusik mitklatschten oder beim Medley von Udo Jürgens die Hände in die Höhe streckten. Berthold Schick & seine Allgäu 6 sorgten mit ihrem Können an den Blasinstrumenten für beste Stimmung im gut besetzten Saal – am Ende sogar mit Standing Ovations. Dank der Josef und Luise Kraft-Stiftung war der Eintritt für alle Gäste frei. Alle wurden zuvor über das Sozialreferat der Stadt München eingeladen.
Ein starkes Zeichen gegen Einsamkeit im Alter
Die Intention, Freude zu schenken, Momente der Entspannung und Teilhabe zu ermöglichen und zugleich ein Zeichen der Wertschätzung für Seniorinnen und Senioren zu setzen, ging voll auf. „Wir wollen das Bewusstsein dafür stärken, wie viele ältere Menschen von Einsamkeit betroffen sind und gemeinsam etwas dagegen tun“, sagte Dr. Harald Mosler, Vorsitzender der Josef und Luise Kraft-Stiftung.
Auch für Desideria stehen Teilhabe und Lebensqualität im Mittelpunkt. Der gemeinnützige Verein setzt sich dafür ein, dass Familien, die von Demenz betroffen sind, weiterhin selbstverständlich Teil der Gesellschaft bleiben und Unterstützung im Alltag erfahren. „Musik verbindet. Musik grenzt nicht aus“, sagte Désirée von Bohlen und Halbach, Gründerin von Desideria. „In unseren Konzerten ist jeder willkommen und jeder darf so sein, wie er ist.“
Der Verein Münchner für Münchner e. V. zeigte sich ebenfalls äußerst erfreut darüber, durch das mitreißende Konzert so viele Seniorinnen und Senioren erreicht zu haben – insbesondere auch alleinstehende Menschen. Die Veranstaltung brachte spürbare Lebensfreude, holte viele aus der Einsamkeit und schenkte ihnen wertvolle Momente der Gemeinschaft und Leichtigkeit.