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Illustration einer Frau, die Stärke und Kraft symbolisiert
Newsbeitrag

Kurz durchatmen: Warum kleine Pausen manchmal große Kraft geben

12.06.2026

Viele Angehörige, die einen Menschen mit Demenz begleiten und nebenher berufstätig sind, warten auf "die große Pause". Vielleicht auf den Feierabend, das Wochenende oder den Urlaub. Doch oft sind sie selbst dann noch eingebunden oder mit den Gedanken beim Familienmitglied. Mini-Auszeiten können im Alltag oft effektiver entlasten.

Es ist 9 Uhr morgens, Sie sitzen im Meeting, doch Ihre Gedanken schweifen immer wieder ab. Zum Vater mit Alzheimer, der ein paar Stunden alleine zu Hause ist. Wird er wieder rausgehen ohne die Tür zu schließen? Was, wenn er sich verläuft? Oder Sie kommen nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause und der Pflegemarathon beginnt nahtlos. Der nächste Urlaub ist noch in weiter Ferne und ohnehin ist er mit vielen offenen Fragen verbunden. Kurz gesagt: Menschen, die Beruf und Pflege stemmen, sind permanent beschäftigt - ob in Gedanken oder mit den ganz konkreten Aufgaben, die täglich anfallen. Was dann oft hilft: regelmäßige bewusste Mini-Auszeiten. 

Was bringen die Micro-Breaks?

Eigentlich hört es sich widersprüchlich an, dass viele kurze Auszeiten in manchen Situationen mehr bringen sollen als die eine große Pause. Doch es gibt Hinweise darauf, dass die sogenannten "Micro-Breaks" (engl. für Mikro-Pausen) dazu beitragen können, dass Wohlbefinden zu erhöhen, Müdigkeit zu verringern und das Energielevel zu steigern. Auch das Bundesinstitut für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) betont, dass regelmäßige, kurze Unterbrechungen dazu beitragen, psychische Fehlbelastungen abzubauen. Wichtig: Wie müde oder energiegeladen man sich fühlt und wieviel Pause jemand am Ende braucht, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Hören Sie auf sich selbst und probieren Sie aus, was Ihnen guttut.

Helfen auch kurze Atemübungen bei Stress?

Mit unserer Desideria-Atempause wollen wir genau das erreichen. Dieses kostenfreie Angebot findet einmal wöchentlich online statt und wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam mit uns innezuhalten und kurz abzuschalten.

Hier geht`s zur Atempause

Begleitet wird das Angebot von der erfahrenen Desideria-Angehörigenberaterin Sylke Richter. Sie gibt Impulse für den stressigen Alltag, in dem man oft hin- und hergerissen ist zwischen Care-Arbeit und beruflichen Verpflichtungen. Und sie zeigt, mit welchen ganz einfachen Atemübungen man auch zwischendurch immer mal wieder Ruhe und Kraft schöpfen kann. 

Im stressigen Alltag nehmen wir uns alle viel zu wenig Zeit. Ich kenne das selbst. Wichtig ist aber: immer mal wieder innehalten, Augen schließen, tief atmen.

Sylke Richter
Desideria-Angehörigenberaterin

Wenn Sie die Atempause einmal ausprobieren möchten, drücken Sie oben auf den blauen Button und erhalten Sie weitere Infos sowie die Möglichkeit, ganz unkompliziert beim wöchentlichen Durchatmen per Zoom mitzumachen. Sie können Ihre Kamera ausgeschaltet lassen und einfach anonym dabei sein.

Was kann ich noch tun, um zwischendurch kurz abzuschalten?

Wichtig: Es geht nicht darum, Micro-Breaks als zusätzliche Aufgaben in den Terminplan einzubauen. Vielmehr geht es um eine Verschiebung des Fokus. Wie lässt sich das im Alltag so leicht wie möglich und ohne viel Planung umsetzen? Hier sind einige Tipps und Anregungen:

  • Nutzen Sie Momente, in denen Sie ohnehin warten müssen, als Anker. Der Kaffee läuft gerade durch? Schließen Sie kurz die Augen und spüren Sie für 30 Sekunden Ihre Füße fest auf dem Boden.
  • Kurz das Fenster öffnen, tief einatmen, die frische Luft spüren und in die Wolken schauen. Immer dann, wenn Ihnen danach ist oder auch bewusst vor oder nach einer stressigen Situation. Zum Beispiel, kurz bevor Sie in ein Meeting gehen.
  • Übergangsminuten nutzen: Bevor Sie nach der Arbeit die Tür zu Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen öffnen, bleiben Sie ein paar Minuten in der Stille im Auto sitzen oder kurz vor der Haustür stehen. Atmen Sie bewusst ein paar Mal tief ein und aus. Solche Übergangsminuten können wie ein Reset-Knopf sein. 

Warum ist Selbstfürsorge überhaupt so wichtig?

Die meisten Angehörigen verschieben die eigenen Belastungsgrenzen so weit, bis sie irgendwann einfach nicht mehr können. Wer sich frühzeitig um sich selbst kümmert, sich Hilfe holt, Vereinbarkeitsprobleme im Beruf anspricht und vor allem Pausen macht, reduziert in vielen Fällen das Risiko von Überlastung und Erschöpfung. Dass Sie sich um sich selbst gut kümmern, ist zudem für den Menschen wichtig, den Sie begleiten oder pflegen. Mit unseren Entlastungsangeboten wollen wir dazu beitragen, Angehörige an jeder Station Ihrer Pflegereise zu unterstützen.  

Für mehr Selbstfürsorge und Entlastung

Mann mit Demenz sitzt vor einem Fenster und schaut auf die Berge

Atempause am Mittwoch

Das kostenlose Angebot richtet sich an alle, die 15 Minuten innehalten, durchatmen und neue Kraft schöpfen möchten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Impulsworkshops

Diese Veranstaltungsreihe richtet sich speziell an An- und Zugehörige. Das Format bietet die Möglichkeit, vorhandenes Demenzwissen zu vertiefen und setzt wertvolle Impulse für den Alltag mit Demenz.

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Angehörigenseminare

Die kostenfreien Seminare vermitteln Wissen, bieten Raum zum Austausch und geben Sicherheit im Umgang mit dem an Demenz erkrankten Familienmitglied.

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Broschüre 'Demenz neu sehen' von Desideria Care auf Holztisch, daneben Tasse Kaffee und schwarzer Stift.

Leitfaden: Denk auch an dich

Mit diesem Leitfaden bieten wir Angehörigen Demenzwissen, Orientierung und Anregungen, wie man in belastenden Phasen gut für sich selbst sorgt.

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