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Darf man über Demenz lachen? Mit Peter Gaymann

Lachen kommt in der Pflege oft zu kurz, und manchmal macht es sogar ein schlechtes Gewissen. Darf man über Demenz lachen? Und was passiert, wenn man es tut?

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In dieser Folge von „Leben. Lieben. Pflegen. Der Desideria Podcast zu Demenz und Familie“ spricht Peggy mit Peter Gaymann über Humor. Peter Gaymann ist Cartoonist und seit vielen Jahren bringt er mit Prof. Thomas Klie den DEMENSCH-Kalender heraus.

Peter erzählt davon, was Humor bewirken kann und wo auch die Grenze liegt. Er sagt: “Es geht nie darum, Menschen mit Demenz auszulachen, sondern darum, gemeinsam über etwas zu lachen, das verbindet.” Anhand von Cartoons aus dem neuen Demensch-Kalender für 2027 sprechen die Peggy und Peter darüber, wie eine Zeichnung den Blick verändern kann. Da ist zum Beispiel das ältere Paar im Heißluftballon, dem beim Blick von oben plötzlich wieder einfällt, dass das Leben schön ist.


Peter spricht von seinen eigenen Begegnungen mit dem Thema Demenz, etwa mit Bewohnenden im Pflegeheim oder auch von den Besuchen bei seiner Schwiegermutter. Er beschreibt, wie sich angespannte Situationen oft mit einem kleinen Scherz statt mit einem Vorwurf lösen lassen. „Wenn ein dementer Mensch beim Kaffeetrinken die Tasse nicht richtig halten kann oder irgendwie den Kuchen auf dem Boden bröselt oder so, dann kann man ihn anmaulen, wie das oft passiert… Oder man kann mal einen kleinen Scherz draus machen und kann sagen: ‘Komm, da ist eine schöne Pfütze entstanden mit dem Kaffee, da malen wir jetzt mal was rein.' oder so, man kann das manchmal anders lösen.“

In dem Podcast-Gespräch geht auch um die ernsten Seiten. Peter Gaymann und Thomas Klie haben eine Charta der Rechte für Menschen mit Demenz entwickelt. Darin geht es bespielsweise um das Recht auf Unterstützung im Alltag, auf Würde und auf Freiheit. Illustriert sind diese Rechte mit den Demensch-Cartoons. Diese Charta gibt es als Plakat, das man kostenlos beim Medhochzwei-Verlag bestellen kann.

Peggy und Peter sprechen über überlastete Pflegekräfte und über ein Paradox: Nach einer Diagnose ziehen sich viele Menschen zurück, obwohl ein Netzwerk gerade dann so wichtig wäre. Und Peter macht pflegenden Angehörigen Mut, offen über die Erkrankung zu reden und sich Hilfe zu holen.

Hören Sie gerne hinein in die Folge und leiten Sie sie an andere Angehörige und Interessierte weiter!

Redaktion und Host: Peggy Elfmann

Technik und Produktion: Till Wollenweber

Für Kommentare, Themenideen und Kooperationsanfragen, schreiben Sie gerne an: podcast@desideria.org

Mehr von Peter Gaymann finden Sie hier: Peter Gaymann sowie der Demensch-Kalender 2027 und die Charta der Rechte von Menschen mit Demenz Alle Rechte auf einen Blick

Die Produktion dieser Folge wird finanziell unterstützt vom Rotary Club München Hofgarten. Ganz herzlichen Dank!

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Rotary Club Münchner Hofgarten

Frau lächelt auf Podcastcover von Podcast zum Thema Demenz
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