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Elizabeth wird vermisst

Das Hörbuch erzählt die Geschichte von Maud, die über 80 Jahre alt ist und an Alzheimer Demenz erkrankt ist. Indem sie ihre eigenen Gedanken schildert, erzählt die Protagonistin von ihrem Alltag, in welchem Vergangenheit und Gegenwart immer mehr miteinander verschmelzen.
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Worum geht es?

Die Geschichte wechselt dabei immer wieder zwischen Rückblicken in ihre Jugend und ihrem jetzigen Ich. Die Rückblenden beschreiben das Verschwinden von Mauds älteren Schwester Sukey nach Kriegsende. In der Gegenwart ersetzen zunehmend Zettel ihr Gedächtnis. Als Maud einen dieser Zettel mit  der Aufschrift "Elizabeth wird vermisst" findet,  sucht sie jeden Tag ihre langjährige Freundin Elizabeth. Dabei, stößt sie jedoch auf wenig Verständnis und Hilfe bei ihrer Familie. Im Laufe des Buches werden die Zusammenhänge zwischen dem Verschwinden ihrer Schwester und ihrer verzweifelten Suche nach Elizabeth aufgezeigt.

Ich habe das Gefühl, als würde ich mich von innen heraus auflösen.

ELIZABETH WIRD VERMISST, 2014


Durch die persönliche Perspektive von Maud wird die Geschichte sehr bildhaft beschrieben. Daher konnte ich mich sehr gut in ihre Angst, Hilflosigkeit und Verwirrtheit hineinfühlen und ein besseres Verständnis für die Krankheit entwickeln. Auch die Darstellung der Beziehung zu ihrer Tochter Helen fand ich sehr passend. Man merkt, dass sich Helen sehr um einen richtigen Umgang mit ihrer Mutter bemüht, jedoch oft an ihre Grenzen stößt. Den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie die stilistische Verwendung von Wiederholungen und Missverständnissen fand ich hingegen etwas verwirrend.

Insgesamt ist das Hörbuch sehr empfehlenswert, da man eine neue Sicht und damit auch ein neues Verständnis für die Krankheit Demenz gewinnt.  

2014, Hörbuch, 7h20 min

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