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Selbstfürsorge

Die Pflege und Begleitung eines Menschen mit Demenz ist eine anspruchsvolle und oft belastende Aufgabe. Die Bedürfnisse des Erkrankten stehen so sehr im Mittelpunkt, dass die Wünsche sowie die Lebensplanung der Angehörigen nicht selten in den Hintergrund rücken – bis hin zur körperlichen und seelischen Erschöpfung. Aus diesem Grund ist Selbstfürsorge alles andere als Luxus. Sie ist mehr als ein Wellness-Wochenende oder ein heißes Schaumbad. Sie ist eine wichtige Grundlage, um gesund und fit zu bleiben – und damit auch die Begleitung von an Demenz erkrankten Angehörigen langfristig durchzuhalten.

Das Konzept der Selbstfürsorge

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) umfasst Selbstfürsorge (engl. self-care) die Fähigkeit von Individuen, Familien und Gemeinschaften, die eigene Gesundheit zu fördern und zu erhalten, Krankheiten vorzubeugen bzw. mit Krankheiten umzugehen – mit oder ohne Unterstützung durch medizinisches Fachpersonal. Selbstfürsorge wird dabei nicht als Ersatz für Angebote des Gesundheitssystems gesehen, sondern bietet zusätzliche Wahlmöglichkeiten und Optionen für die Gesundheitsversorgung.

Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass Selbstfürsorge die Lebensqualität verbessern und der Entstehung von Krankheiten entgegenwirken kann – auch im Kontext von Pflege. Was bedeutet das konkret für Angehörige?  

Überlastete Angehörige: Selbstfürsorge im Alltag leben

Alle Maßnahmen, die dazu beitragen, die psychische und körperliche Gesundheit zu stärken bzw. zu erhalten, sind Bestandteile der Selbstfürsorge. Was genau guttut, ist letzten Endes eine persönliche Wahrnehmung und abhängig von der jeweiligen Lebenssituation des Menschen. Viele nutzen „Klassiker“ wie Yoga oder Spaziergänge, um neue Kraft zu schöpfen. Aber auch Lebensstil-Faktoren wie eine gesunde Ernährung, Bewegung, ausreichend Schlaf sowie sich Zeit zu nehmen für regelmäßige Arztbesuche, gehören dazu. 

Hilfsangebote nutzen

Woran man beim Konzept Selbstfürsorge vielleicht nicht sofort denkt, was aber ebenfalls entscheidend ist: persönliche Grenzen ziehen, um Hilfe bitten und Hilfsnetzwerke nutzen. Selbstfürsorge sollte nicht heißen, dass ein Mensch komplett allein verantwortlich für die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden ist. Denn angesichts der Herausforderungen, vor denen wir als alternde Gesellschaft stehen, ist Selbstfürsorge bzw. die Anerkennung von Selbstfürsorge sowie die Schaffung von Unterstützungsangeboten auch eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft.

Weitere Fragezeichen im Kopf?

Desideria bietet verschiedene Angebote der Selbsthilfe für Angehörige von Menschen mit Demenz.

Unsere Impulsworkshops geben wertvolle Denkanstöße, ermöglichen einen offenen Austausch und geben Hilfestellung im Alltag mit Demenz.

Im Einzel-Coaching bekommen Sie persönliche Unterstützung im Umgang mit Demenz: Raum für Fragen, gezielte Impulse für den Alltag und empathische Begleitung durch erfahrene Coaches.

In unseren kostenfreien Angehörigenseminaren bekommen Sie fundiertes Wissen, praktische Tipps und Raum für Austausch mit anderen Betroffenen.

Impulsworkshop: Selbstfürsorge – Wie du deine Akkus wieder aufladen kannst

29.01.2026 | 19:00 - 20:45
Onlineveranstaltung
Erkennen Sie, wann Fürsorge in Überlastung kippt, und lernen Sie, Ihre eigenen Akkus rechtzeitig wieder aufzuladen. Gewinnen Sie Impulse für psychische Gesundheit, Selbstfürsorge – und ein Gleichgewicht zwischen Geben und Sich-selbst-Geben.

Einzel-Coaching

Coaching bietet individuelle Begleitung und Klärungshilfe für den Alltag mit Demenz.

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Angehörigenseminare

Die kostenfreien Seminare vermitteln Wissen, bieten Raum zum Austausch und geben Sicherheit im Umgang mit dem an Demenz erkrankten Familienmitglied.

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