Barbara Weichs
Als Community Managerin bei Desideria ist sie Ansprechpartnerin für Angehörige und Interessierte.
Wenn ich ein Problem habe, tausche ich mich mit Menschen aus, die mir nahe stehen: Es hilft mir zu hören, dass sie schon Ähnliches erlebt haben, Impulse zu bekommen, wie sie mit Schwierigkeiten umgehen, zu einem Perspektivwechsel angeregt zu werden, der mir selbst in der Situation überhaupt nicht in den Sinn gekommen ist, oder einfach nur Solidarität zu spüren. Ich finde es deshalb großartig, Teil eines Teams zu sein, das diesen Austausch für pflegende Angehörige anbietet – professionell, niederschwellig und empathisch – und dadurch Räume schafft für Begegnungen, in denen nicht nur Wissen vermittelt wird, sondern Zuversicht entsteht. Wir holen pflegende Angehörige aus der Einsamkeit und stärken sie.
Ich habe in der eigenen Familie erlebt, wie Demenz zu Sprach- und Hilflosigkeit und wie schnell Pflege an die Grenzen führt, körperlich und emotional. Die Erkrankung ist, obwohl sie so viele Menschen betrifft, in unserer Gesellschaft immer noch ziemlich tabuisiert, das Wissen darum oft nur rudimentär. Was an Demenz erkrankte Menschen und ihre Angehörigen brauchen ist Solidarität und nicht Stigmatisierung, ist Verständnis, Unterstützung und Teilhabe und nicht Ausschluss vom gesellschaftlichen Leben. Niemand sollte sich wegen einer Demenz schämen müssen, und wir alle können dazu beitragen.
Als Journalistin habe ich mehr als 20 Jahre über Gesundheitsthemen geschrieben. Ich gehe verantwortungsvoll mit sensiblen Informationen um und begegne meinem Gegenüber wertschätzend und mit Respekt, höre gut zu und verstehe dadurch, was die Gesprächspartner*innen bewegt. Die Ergebnisse daraus kann ich dann so umsetzen, dass sie auch für andere hilfreich werden.