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Pressemitteilung

Desideria Care Preis Fotografie 2022

Start Fotowettbewerb „Demenz neu sehen“

10.000 Euro Preisgelder in drei Kategorien Profi, Nachwuchs und Amateur – Teilnahmeschluss 15. Juni 2022

München, 15.11.2021 – Das Leben mit Demenz aus einer neuen Perspektive wahrnehmen: Dazu lädt ab Mitte November 2021 erstmals der Fotowettbewerb „Demenz neu sehen“ ein. Profi-Fotografinnen und Fotografen, Nachwuchstalente und Amateure aus ganz Deutschland sind aufgerufen, mit ihrer Kamera besondere und ungewöhnliche Augenblicke aus dem Alltag mit Demenz einzufangen. Ausgeschrieben wird der Preis vom gemeinnützigen Verein Desideria Care e.V., München. Die Münchner Josef und Luise Kraft-Stiftung fördert den Wettbewerb finanziell. Für die Jury konnten namhafte Vertreter aus der Fotografen-, Medien- und Wissenschaftswelt gewonnen werden. Zudem unterstützt der Bremer Fotograf Hauke Dressler, der seinen an Alzheimer erkrankten Vater bis zu dessen Tod mit der Kamera begleitete, den Wettbewerb als Botschafter. Der Desideria Care Preis Fotografie 2022 ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert: Profis erhalten für das Siegerbild 5.000 Euro, junge Fotografen in der Ausbildung 3.000 Euro und Amateure 2.000 Euro. Die Ausschreibung läuft bis zum 15. Juni 2022. Die Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen sind auf der Website www.demenzneusehen.de veröffentlicht. Die Bewerbung ist nur online möglich.

 

„Demenz braucht Öffentlichkeit“ 

In Deutschland leben aktuell 1,8 Mio. Menschen mit einer demenziellen Erkrankung. Täglich werden es mehr. Je weiter die Erkrankung voranschreitet, desto stärker gerät die betroffene Familie in soziale Isolation. „Demenz braucht Öffentlichkeit“, lautet daher das Motto der Gründerin und Vorsitzenden von Desideria Care e.V., Désirée von Bohlen und Halbach. Es treibt ihr Team und sie an, die Wahrnehmung von Demenz in unserer Gesellschaft zu verändern. „Mit den beim Desideria Care Preis Fotografie eingereichten Bildern wollen wir zeigen, dass die betroffenen Familien diesen Lebensabschnitt keineswegs nur negativ erleben. Ziel des Wettbewerbs ist es, die schönen Momente sichtbar zu machen“, so von Bohlen und Halbach.

 

„Bilder bleiben“ 

Besondere Momente fotografisch festzuhalten, bewahrt wertvolle Erinnerungen. „Bilder bleiben“, sagt Fotograf Hauke Dressler. Er entschied sich, mit seinem an Alzheimer erkrankten Vater eine letzte Reise an Orte seiner Kindheit in Skandinavien zu machen. Dabei lernte er seinen Vater neu kennen. „Der Blick durch die Kamera hat mir erlaubt, die Familiensituation mit anderen Augen zu betrachten“, so seine Erfahrung. Als Botschafter des Desideria Care Fotopreises ermuntert er Profi-Kolleginnen und -Kollegen, angehende Fotografinnen und Fotografen sowie Angehörige, der Demenz über die Fotografie neu zu begegnen: „Denn diesen einen Moment, vielleicht ein unbeschwerter, mutmachender Augenblick, den wir im Foto festhalten, wird es später nicht mehr geben“, weiß Dressler.

 

„Wir glauben an die Kraft der Bilder“ 

Die Veranstalterin will mit der Auslobung des Desideria Care Preises Fotografie erreichen, dass neue Bildwelten entstehen, die auch in den Medien sichtbar werden. „Demenz neu sehen“ soll ein Umdenken in der Gesellschaft anstoßen, um für betroffene Familien langfristig mehr Teilhabe und Lebensqualität zu schaffen. „Wir glauben an die Kraft der Bilder“, sagt Désirée von Bohlen und Halbach im Namen aller am Wettbewerbsprojekt Beteiligten. So sehen das auch die Mitglieder der Jury. Neben Veranstalter und Förderer gehören ihr an: Prof. Dirk Gebhardt (Dekan Fachhochschule Dortmund, Bildjournalismus und Dokumentarfotografie), Armin Smailovic (freier Fotograf, DIE ZEIT, SZ-Magazin u.a.), Amélie Schneider (Leitung Bildredaktion DIE ZEIT), Prof. Dr. Henriette Herwig (Lehrstuhl Germanistik Universität Düsseldorf) und als Repräsentant der älteren Generation Dr. Fritz Scherer (Ehren-Vizepräsidenten FC Bayern). Nach der Preisverleihung im Spätsommer 2022 werden die besten Fotografien in Ausstellungen und vielfältiger Medienarbeit der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Über Desideria 

Desideria Care e.V. wurde 2017 von Désirée von Bohlen und Halbach gegründet. Der Verein unterstützt und stärkt Familien mit einem Angehörigen, der an Demenz erkrankt ist. Mit innovativen Angeboten gibt Desideria Care Betroffenen und ihren Angehörigen eine Perspektive. Eckpfeiler hierfür sind Wissen, Selbstfürsorge und Lebensqualität. Desideria Care setzt sich für eine demenzfreundliche Gesellschaft ein, in der Demenz kein Stigma und Tabu ist. Ziel ist es, ein Umdenken in der Gesellschaft zu bewirken und mehr Teilhabe und Lebensqualität für betroffene Familien zu schaffen. 

 

Über den Förderer 

Die Josef und Luise Kraft-Stiftung setzt sich seit 30 Jahren für die Interessen älterer Menschen in der deutschen Gesellschaft ein. Dabei kooperiert die Stiftung mit verschiedensten Organisationen und Einrichtungen, die lösungsorientierte und ideenreiche Projekte initiieren, mit denen der Brückenschlag in die Gesellschaft gelingt. Die Stiftung ist alleinige Eigentümerin des Baustoffhandelskonzerns KRAFT Baustoffe GmbH München und führt das Lebenswerk der Stifter Josef und Luise Kraft fort. Sie generiert ihre Spendenmittel in erster Linie aus den Erträgen ihres Unternehmens. www.kraft-stiftung.de 

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