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Und morgen treffen wir uns gestern

In dem mutmachenden Buch erzählt Dr. Carsten Lekutat die Geschichte des Jazz-Musikers Fisch, der im Alter von 54 Jahren an Early-Onset Alzheimer erkrankt. Aufgrund seiner Diagnose empfiehlt ihm sein Arzt eine Psychotherapie, um sein Schicksal besser annehmen zu können.
Literaturempfehlung

Worum geht es?

Sie behandelte die Seele anderer mit der Kraft ihrer eigenen Seele. Sie hatte kein Skalpell zur Verfügung, sondern nur Worte.

Und morgen treffen wir uns gestern, 2017

Durch die Behandlung trifft er auf die junge Medizinstudentin Anna und ihren Professor Norbert Luck. Anlässlich des Wunsches von Fisch noch einmal seine große Liebe Sophie zu sehen, begleitet ihn Anna nach Rom. Nach einigen Vorfällen wird der Studentin und ihrem Professor bewusst, dass Fisch schon viel mehr in seiner eigenen Realität lebt als sie angenommen haben.

Schon ab den ersten Seiten hat mich das Buch begeistert. Durch die wechselnden Perspektiven kann man sich sowohl in den Erkrankten Fisch als auch in die Studentin Anna sehr gut hineinversetzen. Dabei wird mit Humor aber auch mit der nötigen Dramatik, der Krankheitsverlauf einer Demenz geschildert. Besonders gefallen hat mir die wissenschaftliche Einordnung am Ende des Buches. Dem Autor war bewusst, dass er mit einem positiven Buch zum Thema Demenz auf viel Unverständnis treffen wird. Gewiss wird die Krankheit an manchen Stellen beschönigt, dennoch bietet das Buch einen neuen, wertvollen Blickwinkel: Der Gedanke "take care of the caregivers" sollte bei der Behandlung einer Demenz auch in Deutschland eine größere Rolle spielen.

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