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Hautpflege

Mit zunehmendem Alter verändert sich auch unsere Haut. Sie wird trockener, dünner, verliert an Elastizität und auch die Wunden heilen oft langsamer. Das alleine ist nicht ungewöhnlich, sondern betrifft alle Menschen als Folge des normalen Alterungsprozesses. Bei Menschen mit Demenz gibt es dennoch Besonderheiten in Bezug auf die Hautpflege. Die größte Herausforderung, zum Beispiel für Pflegekräfte oder Angehörige, sind nicht die Hautveränderungen an sich, sondern die Umstände, die eine Demenzerkrankung mit sich bringt: 

  • Verminderte Mobilität führt zu schlechterer Durchblutung und erhöht das Risiko für Druckstellen sowie Infektionen. 
  • Da bei Demenz auch das Durst- und Hungergefühl beeinträchtigt sein kann, kommt es leichter zu Dehydrierung und Mangelernährung, was unter anderem auch die Gesundheit der Haut beeinflusst. 
  • Zudem stellt das Verhalten der Betroffenen oft eine Herausforderung dar.

Warum Wasser plötzlich unangenehm sein kann

Viele Betroffene wehren sich zum Beispiel gegen das Waschen oder Duschen. Dies liegt oft an einer veränderten Wahrnehmung: Das Rauschen des Wassers beim Duschen oder Baden wird von vielen Demenzpatienten als bedrohlich oder zu laut wahrgenommen. Herabstürzendes Wasser aus der Dusche kann sich für Betroffene zudem unangenehm auf der Haut anfühlen. Auch das Kälteempfinden ist oft intensiver. Wenn die klassische Reinigung und Hautpflege Stress auslösen, kann dies die Hautbarriere zusätzlich belasten. Moderne Leitlinien empfehlen das "Waschen ohne Wasser", etwa mit speziellen Reinigungshandschuhen und Lotionen. Diese enthalten rückfettende Substanzen, die den Säureschutzmantel der Haut erhalten. 

Mit Hautpflege Erinnerungen wecken

Pflegen Sie trockene Haut mit Lotionen, die einen feinen Schutzfilm bilden und so Feuchtigkeit einschließen und Juckreiz entgegenwirken. Juckreiz kann ein Grund für Unruhe bei Demenzpatienten sein. Ebenfalls hilfreich: ein warmes Bad oder vorgewärmtes Handtuch zum Abtrocknen. Die Wärme vermittelt ein Sicherheitsgefühl. Außerdem ist Hautpflege oft auch ein Stück Biografiearbeit. Vertraute Düfte, zum Beispiel von einer Creme, die früher oft benutzt wurde, können positive Erinnerungen wecken und beruhigend wirken.

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